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Rückfall/Misserfolg :
Andere Beiträge:
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Jäggi
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Jäggi
(32 Jahre)
- Nationalität Schweiz
"Hallo an alle (noch) Raucher, an alle, die auf akutem Entzug sind und alle Exraucher. Ich bin zurzeit selber auf Entzug und leide mich so durch die Tage (jetzt ist es der 4.) und wenn alle Tage im Leben so lange dauern würden, würde ich empfundene 500 Jahre alt werden. Das kennen Sie alles? Zustimmendes Kopfnicken? Ich verstehe es auch nur zu gut, einen ersten erfolgreichen Entzug habe ich hinter mir. Wie es kommt, dass ich jetzt wieder leide? Man könnte dies kurzum unter spezieller Dummheit, oder netter gesagt Leichtsinn zusammenfassen. Die ganze Geschichte? Wenn Sie auch gerade auf Entzug sind, wird Sie das immerhin etwas ablenken und zum Schmunzeln bringen: Ab dem 19. Lebensjahr habe ich aus lauter Langeweile (ich musste damals viel mit dem Zug reisen und Raucherabteile gab es damals noch in jedem Wagen) mit Rauchen angefangen. Zuerst genüsslich und verzückt, danach um Stress abzubauen (keine Ahnung ob's geklappt hat) und zu guter Letzt ohne zu denken, noch während ich die Kippe auf der Lippe spürte. Pro Tag dachte ich nur einmal wirklich bewusst ans Rauchen: Beim morgendlichen Husten. Nach einer 6-jährigen steilen Raucherkarriere mit über 20 Kippen pro Tag schaffte ich den Entzug im 3. Anlauf. Nach anstrengenden 3 Monaten war ich überzeugter Nichtraucher und voller guter Hoffnung, als neu erwachter Freizeitsportler und als gutriechender Mensch. Okay, sagen wir als "normal riechende" Menschen, alles andere ist Geschmackssache. Aber auch Nichtraucher zu sein, ist Gewöhnungssache und die neue Lebensqualität wird zum Status quo. Ca. 3 Jahre war ich rauchfrei und verschwendete keinen Gedanken mehr an Kippen, ich war wirklich suchtfrei (exkl. Schokolade)! Und siehe da, genau an meinem 28. Geburtstag, bei Bier- und Grilllaune, bat ich einen Freund um eine Zigarette, mit dem grossartigen Spruch: "Eine schadet nichts, ich habe mich doch im Griff". Wenig später hörte ich mich sagen: "Ich habe den Entzug einmal geschafft, ich werde es auch ein 2. Mal schaffen!". Verflixt, nach der ersten Zigarette an diesem Geburtstag wurden es stetig mehr, bis ich wieder im alten Raucherschema war. Der Statistik wegen: Ich bin jetzt 32 Jahre alt. Es lehrte mich, dass der Volksspruch über Alkoholsüchtige "Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker", genau gleich auf mich als Raucher übertragen werden kann. Raucher werde ich wohl immer bleiben, aber entweder "trockener" oder besser gesagt "rauchfreier" oder Vollzeit-Süchtiger. Wenn ich nun diesen 2. Entzug geschafft habe, mit Betonung auf WENN, dann werde ich nie wieder eine Zigarette zum Mund führen dürfen. Es bleibt mir die Schokolade, die muss ich nicht anzünden, um sie zu geniessen. ;-) Dies ist der jetztige Situation in meiner Suchtkarriere. Wenn ich dies in 3 Monaten nochmals lese, werde ich wohl darüber lachen müssen. Doch jetzt muss ich Süssholz kauen (meine Masche für den Entzug) und auf den morgigen Tag hoffen. Die Zeit arbeitet für mich. Und an alle anderen, statistischen ca. 70% da draussen: BEGINNT NIEMALS MIT DEM RAUCHEN!!! Vielen Dank. "
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