Tabak und Alkohol

 

Für Raucher die regelmäßig Alkohol trinken aber nicht abhängig sind, ist der Rauchstopp ein optimaler Zeitpunkt, um den Alkoholkonsum zu mäßigen. Die 4 wichtigsten Vorteile hierfür sind:

1 Alkohol und Tabak treten oft als „Paar“ auf. An gleichen Orten und mit den gleichen Personen trinkt man ein Glas Alkohol und raucht man eine Zigarette. Der Alkohol und die Zigarette sind beide Versuchungen. Schaltet man die eine Versuchung vollkommen aus (Tabak) ist es einfacher die andere zu verkleinern (Alkohol).

2 Mehrere Studien haben den Ausgleich des fehlenden Tabakkonsums durch einen größeren Alkoholkonsums untersucht. Sie sind zum Schluss gekommen, dass das Risiko ist relativ klein, aber dennoch existiert. Demzufolge empfiehlt es sich vorbeugende Maßnahmen zu treffen und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen.

3 Um einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp entgegenzuwirken, ist die Reduktion des Alkoholkonsums eine einfache aber effektive Maßnahme. Alkohol fördert nämlich die Fettablagerung.

4 Tabak sowie Alkohol greifen die DNA der Körperzellen an und verursachen verschiedene Krebsarten. Demzufolge ist es ratsam gleichzeitig mit dem Rauchen aufzuhören und den Alkoholkonsum zu mäßigen.


Richtige Ernährung

Ein Standard Glas Alkohol:

7 cl
Aperitif
18°
2,5 cl
Likör
45°
10 cl
Champagner
12°
25 cl
Apfelwein
2,5 cl
Whisky
45°
2,5 cl
Pastis
45°
25 cl
Bier
10 cl
Rotwein/
Weiswein
12°


Unsere Tipps:

1 Nehmen Sie nie ein „Glas für die Rückfahrt“. Neigt der Abend dem Ende zu verzichten Sie auf ein letztes Glas. Stellen Sie Ihr Glas ab ohne es auszutrinken. Bereuen Sie keine halbvollen Gläser oder Flaschen.

2 Bevorzugen Sie leicht alkoholisierte Getränke. Vergleichen Sie den Alkoholgehalt (siehe Etikette) von verschiedenen Bieren, Weinen und Spirituosen.

3 Zählen Sie während ein paar Wochen Ihren Alkoholkonsum in Einheiten (siehe weiter oben) und übertragen Sie die Einheiten in Ihre Agenda. Alkohol der Zuhause getrunken wird zählt doppelt so viel, wie derjenige ausser Haus.

4 Vergleichen sie Ihren wöchentlichen Konsum mit dem empfohlenen Maximum von 14 Einheiten pro Woche (für Frauen leicht weniger, für Männer leicht mehr, siehe weiter unten).

5 Mindestens ein Tag pro Woche sollte alkoholfrei sein. Nach ein paar Wochen steigen Sie auf zwei bis drei alkoholfreie Tage. Wenn Sie dennoch an einem alkoholfreien Tag ein Glas Alkohol trinken, sollten Sie ihn durch einen anderen Wochentag ersetzen.

6 Überschreiten Sie nie den wöchentlichen Grenzwert, den Sie sich gesetzt haben. Für Frauen liegt der empfohlene Grenzwert bei Maximum 10 bis 14 Einheiten pro Woche. Bei Männern liegt er bei Maximum 14 bis 20 Einheiten pro Woche.

7 Vermeiden Sie am Anfang Ihrer Alkoholreduktion Ausgänge und Menschen, die Sie systematisch zum Alkoholkonsum verleiten. An einem späteren Zeitpunkt Ihrer Alkoholreduktion führen Sie diese Ausgänge wieder ein aber in einem bescheidenerem Maße (Anzahl, Dauer).

8 Begegnen Sie Menschen, die Ihre neuen Gewohnheiten kritisieren, erklären Sie ihnen, dass Sie mit dem Rauchen aufhören und gleichzeitig den Alkoholkonsum reduzieren. Sie wollen den Geschmack der Esswaren neu entdecken, Sie wollen mehr Sport machen, Sie wollen Geld sparen, Sie wollen Gewicht verlieren etc.

9 Unter Gewohnheitstrinkern, nehmen Sie nach ein bis zwei Gläsern Alkohol ein paar Gläser Wasser, bevor Sie mit dem Alkohol weiterfahren.

10 Setzen Sie ein Uhrzeit fest, ab der Sie kein Alkohol mehr trinken werden. Zum Beispiel trinken Sie während einer Einladung ab Mitternacht nur noch alkoholfreie Getränke.

11 Trinken Sie alkoholfreie Getränke, die Ihnen auch wirklich schmecken, auch wenn sie vielleicht teurer sind als z.B. Bier (man trinkt selten mehr als zwei bis drei Gläser alkoholfreie Getränke hintereinander).

12 Stellen Sie höhere Ansprüche gegenüber alkoholisierte Getränke. Falls es Ihre Lieblingsmarke nicht gibt, nehmen Sie ein alkoholfreies Getränk.

Wollen Sie mehr über Ihren Alkoholkonsum wissen raten wir Ihnen unseren kurzen Alkohol-Test


Quellen:


Wine, beer and spirits and risk of oral and pharyngeal cancer: a case-control study from Italy and Switzerland. A Altieri et al. Oral Oncolog. (2004)

Harm reduction approaches to alcohol use: Health promotion, prevention, and treatment. GA Marlatt & K Witkiewitz. Addictive Behaviors, 27(6) pp. 867-886 (2002).