Rauchstopp dank Hypnose
Die Hypnose könne bei Tabakentzugserscheinungen
die Lust zu rauchen verringern, sie könne des weiteren
den Willen zum Rauchstopp stärken und die Konzentration
auf die Behandlung fokussieren. Die verbreitetste Methode
ist die des amerikanischen Psychiaters Herbert Spiegel.
Sie beinhaltet drei wichtige Suggestionen: 1. Rauchen ist
giftig; 2. der Körper muss vor Rauch geschützt
werden; 3. es ist nicht nur möglich, sondern auch angenehm,
ohne Tabak zu leben. Diese Art von Hypnose gründet
nicht auf einer hierarchischen Therapeuten-Patienten-Beziehung.
Ganz im Gegenteil, der Patient wird aufgefordert sich aktiv
an der Therapie zu beteiligen und die Hypnose in Form von
Selbsthypnose zu lernen.
Um die Wirksamkeit der Hypnose beim Rauchstopp zu messen,
haben die Forscher der Cochrane Collaboration ihre gewohnten
Kriterien angewendet. Die Teilnehmer der Studien mussten
dem Zufallsprinzip entweder in eine Hypnose- oder in einer
Kontrollgruppe eingeteilt worden sein. Des weiteren musste
der Status Raucher oder Nichtraucher mindestens 6 Monate
nach der Behandlung weiterbestanden haben. Zudem wurden
alle Teilnehmer die die Behandlung unterbrachen oder sich
nicht mehr meldeten als rückfällig betrachtet.
Die Anwendung dieser Kriterien und die Tatsache, dass die
Hypnose im Bereich des Tabakentzugs kaum erforscht worden
ist, führte dazu, dass nur 9 Studien in die Cochrane-Untersuchung
aufgenommen wurden. Die Studien wurden zwischen 1975 und
1988 veröffentlicht. Die Behandlungen gingen von einer
30-minütigen Sitzung bis hin zu einer Serie Sitzungen
von insgesamt 7 Stunden. Die Wissenschaftler der Cochrane
Collaboration haben wegen der unterschiedlichen Dauer der
Behandlungen die verschiedenen Studien nicht kombiniert.
Ausserdem widersprachen sich die Ergebnisse der Studien
und in vielen Fällen war die Teilnehmeranzahl zu gering
um sie statistisch auswerten zu können.
Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass gegenwärtig
nicht wissenschaftlich bewiesen ist, dass Hypnose beim Rauchstopp
wirksam ist. Die Studien auf diesem Gebiet waren entweder
zu klein, zu unscharf und /oder veraltet. Diesbezüglich
sind qualitative hochwertige Studien gefragt, die z.B. die
Hypnose mit kognitiven Verhaltenstherapien vergleicht.
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