Die Nicotinersatzprodukte
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- Vorstellung und Gebrauchsanleitung
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Das Nicotin welches beim Tabakrauchen
eingeatmet wird macht physisch abhängig.
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Der Nicotinmangel kann unangenehme
Entzugserscheinungen auslösen:
unwiderstehliches Verlangen zu rauchen, erhöhte Reizbarkeit,
Nervosität, Ängstlichkeit, Depression, Konzentrationsschwierigkeit,
Schlafstörungen, gesteigerten Appetit, Gewichtszunahme.
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Die Nicotinersatzprodukte ersetzen
einen Teil des Nicotins, welcher Ihr Körper durch
das Rauchen bekommen hat.
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Sie vermindern die Entzugserscheinungen,
sodass Sie sich besser mit dem sozialen Aspekt des Rauchens,
sowie mit Ihrem Rauchverhalten auseinandersetzen können.
Dies wird Ihnen helfen mit dem Rauchen aufzuhören.
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Mit einer Nicotinersatzproduktbehandlung
verdoppeln sich Ihre Chancen
auf einen definitiven Rauchstopp im Vergleich zu einer
Placebobehandlung.
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Dank dem Rauchstopp inhalieren sie
kein Teer, kein Kohlenmonoxyd, und keine irritierenden
Gase die im Rauch enthalten sind mehr ein.
Anmerkung:
Nicotinersatzprodukte sind Medikamente. Bitte lesen sie die
Packungsbeilage!
Pflaster
Allgemein:
Das Pflaster ist ein Heftpflaster welches Nicotin
enthält. Es wird jeden Tag neu angebracht. Es ist
einfach und diskret. Es verabreicht eine bestimmte Menge
Nicotin durch die Haut. Es eignet sich für regelmäßige
Raucher, das heisst Raucher die über den ganzen
Tag in mehr oder weniger gleich langen Abständen
rauchen.
Vorstellung:
Das Pflaster gibt es in 3 Dosierungen, die je nach Marke
variieren (15mg-10mg-5mg oder
21mg (stark) -14mg (mittel ) -7mg (schwach) ). Es wird
am Morgen kurz nach dem Aufstehen aufgeklebt und je
nach Marke während den nächsten 24 oder
16 Stunden getragen. Der Nicotinspiegel im Blut ist
6 bis 8 Stunden nach dem Aufkleben des Pflasters am
höchsten.
Gebrauchsanleitung:
Das Pflaster wird auf eine trockene, haarlose
Stelle der Haut geklebt (Arm, Oberkörper, Hüfte).
Die Stelle sollte jeden Tag gewechselt werden. Erst
nach einer Woche können Sie das Pflaster wieder
an die gleiche Stelle anbringen. Sie können mit
dem Pflaster auch duschen und baden, es ist wasserfest.
Sollte sich das Pflaster dennoch lösen, so befestigen
Sie es mit einem anderen Heftpflaster.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Falls sie erneut
ein starkes Verlangen zu rauchen verspüren, dann
können Sie die Dosierung erhöhen oder zusätzlich
ein anderes Nicotinersatzprodukt verwenden (Kaugummi,
Lutschtablette, Microtab, Inhalator). Das Pflaster benötigt
keine ärztliche Verordnung und ist in jeder Apotheke
erhältlich (14 Stück pro Packung).
Nebenwirkungen:
Das Pflaster verursacht keine ernsthaften Nebenwirkungen.
Bei einem Benützer auf 5 beobachtet man unerwünschte
Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn der Behandlung.
Meistens handelt es sich um lokale und vorübergehende
Hautirritationen, die innerhalb von 48 Stunden nach
dem Entfernen des Pflasters verschwinden. Weitere seltene
Nebenwirkungen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen,
Übelkeit, Schlaflosigkeit, Herzfrequenzerhöhungen.
Wichtig: Brechen
sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Kaugummi
/ Kaudepot
 Allgemein:
Die Kaugummis setzen beim Kauen eine bestimmte Nicotinmengen
im Mund frei. Das geschluckte Nicotin kann durch den
Körper nicht aufgenommen werden, denn es wird durch
die Leber zerstört. Der Nicotinspiegel im Blut
erreicht sein Maximum 20 Minuten nach Kaubeginn. Bei
der Zigarette ist dieses Maximum schon nach 10 Minuten
erreicht.
Vorstellung: Die
Kaugummis sind in zwei Dosierungen erhältlich,
4 mg für die starken Raucher (mehr als 20 Zigaretten
pro Tag) und 2 mg für die mittleren und schwachen
Raucher. Je nach Marke findet man mehrere Aromen (Minze,
Zitrone, Frucht). Nur die Hälfte des Nicotins wird
absorbiert. Falls Sie z.B. einen 2 mg Kaugummi kauen
wird Ihr Körper nur 1 mg Nicotin aufnehmen.
Gebrauchanleitung:
Sie können die Kaugummis regelmäßig
über den Tag verteilt kauen, oder nur bei Rauchverlangen.
Diese Flexibilität macht sie vor allem für
unregelmäßige Raucherinnen und Raucher interessant.
Verwenden Sie mindestens 10 Kaugummis
pro Tag. Falls sie erneut ein starkes Verlangen
zu rauchen verspüren, erhöhen Sie die Stückzahl
oder verwenden Sie zusätzlich ein Pflaster oder
einen Inhalator. Falls Sie vor dem Rauchstopp weniger
als 20 Zigaretten pro Tag rauchten, können Sie
die 4 mg Kaugummis auch in zwei Stücke teilen und
jeweils nur eine Hälfte kauen, damit können
Sie Geld sparen.
WICHTIG :
damit Sie eine optimale Wirkung erreichen empfehlen
wir Ihnen folgende Kauanweisungen zu befolgen:
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Kauen Sie den Kaugummi
langsam. Dabei werden Sie einen speziellen Geschmack
verspüren
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Machen Sie eine Pause
nach etwa 10 Kaubewegungen. Legen Sie den Kaugummi
zwischen Ihre Wange und Ihrem Zahnfleisch
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Warten Sie bis der
Geschmack abnimmt
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Beginnen Sie wieder
langsam zu kauen (ein Kaugummi = 30 Minuten)
Zu schnelle Kaubewegungen befreien eine
zu hohe Nicotinmenge, erzeugen einen starken beissenden
Geschmack, beeinträchtigen die Wirksamkeit des
Kaugummi und können Schluckauf sowie Magenschmerzen
verursachen.
Vermeiden Sie Kaffee oder Fruchtsäfte
(Säuren) kurz vor und während der Verwendung
des Kaugummis, denn diese Getränke beeinträchtigen
dessen Wirksamkeit.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Die Kaugummis
benötigen keine ärztliche Verordnung und sind
in jeder Apotheke erhältlich (Schachteln zu 30
oder 105 Stück).
Nebenwirkungen:
Bei einem Benützer auf 5 beobachtet man
unerwünschte Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn
der Behandlung. Dabei handelt es sich um Schwindel,
Kopfschmerzen, Erbrechen, Magenbrennen, Schluckauf,
Zahnfleischschmerzen, Entzündung der Mundschleimhaut
oder des Rachens. Die meisten Nebenwirkungen können
vermieden werden, wendet man die Kaugummis gemäß
den Kauanweisungen an.
Wichtig:
Brechen sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Microtab
/ Sublingualtabletten
Allgemein:
Die Tablette wird unter die Zunge gelegt wo sie
langsam schmilzt und eine kontrollierte Nicotinmenge
in den Mund freigibt. Die Verwendung ist diskret und
flexibel.
Vorstellung:
Tabletten zu 2 mg, mit einem praktischen Dispenser.
Gebrauchsanleitung:
Legen Sie die Tablette während 20 Minuten
unter Ihre Zunge. Der Geschmack wird sehr unterschiedlich
bewertet. Wenn er zu stark wird, können Sie die
Tablette noch vor dessen vollständiger Auflösung
entfernen.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Die Sublingualtabletten
benötigen keine ärztliche Verordnung und sind
in jeder Apotheke erhältlich (Paket zu 30 Stück).
Nebenwirkungen:
Die Sublingualtablette verursacht keine ernsthaften
Nebenwirkungen. Bei einem Benützer auf 5 beobachtet
man unerwünschte Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn
der Behandlung. Dabei handelt es sich um Schwindel,
Kopfschmerzen, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Schnupfensymptome
und Aphthen.
Wichtig:
Brechen sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Lutschtabletten
Allgemein:
Die Verwendung der Lutschtablette ist weit diskreter
als die des Kaugummis.
Vorstellung: Die
Lutschtablette ist in 1 mg Dosierung erhältlich
(Pfefferminzaroma). Dies entspricht einem 2 mg Kaugummi.
Gebrauchsanleitung:
Falls Sie vor dem Rauchstopp weniger als 20 Zigaretten
pro Tag geraucht haben, benötigen Sie 8 bis 12
Lutschtabletten. Sie sollten nicht mehr als 15 Tabletten
pro Tag einnehmen. Die tägliche Anzahl sollte spätestens
zwei Monaten nach dem Behandlungsbeginn stetig reduziert
werden. Falls Sie vor dem Rauchstopp mehr als 20 Zigaretten
pro Tag geraucht haben, dann ist es empfehlenswert mit
den 4 mg Kaugummis zu beginnen und erst nach zwei Monaten
auf die Lutschtabletten umzusteigen.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Die
Lutschtabletten benötigen keine ärztliche
Verordnung und sind in jeder Apotheke erhältlich.
Nebenwirkungen:
Die Lutschtablette verursacht keine ernsthaften
Nebenwirkungen. Bei einem Benützer auf 5 beobachtet
man unerwünschte Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn
der Behandlung. Dabei handelt es sich um Schwindel,
Kopfschmerzen, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Schnupfensymptome
und Aphthen.
Wichtig:
Brechen sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Inhalator
Allgemein:
Ein aktives Mittel das sowohl die Nicotinabhängigkeit
bekämpft als auch die gewohnten Gesten. Der Inhalator
vermindert die Lust zu rauchen und wiederholt die Rauchergesten.
Vorstellung:
Der Inhalator gleicht einem Zigarettenhalter
durch den man den Nicotindampf einatmet. Die Schachtel
besteht aus 3 Teilen: 1) ein Paket mit 42 Patronen.
Jede Patrone enthält einen Schwamm, mit 10 mg Nicotin
(Pfefferminzgeschmack), von denen nur 5 mg inhaliert
werden. 2) ein weisses Plastikröhrchen welches
einem Zigarettenhalter ähnelt. In dieses Röhrchen
werden die Patronen gelegt. 3) eine Sicherheitsboxe
zum Transport der Patronen und des Röhrchen.
Gebrauchsanleitung:
Atmen Sie die Nicotindämpfe ein. Ziehen
Sie öfters am Inhalator als an Ihren früheren
Zigaretten. 10 bis 20 Züge am Inhalator entsprechen
etwa der Nicotinmenge aus einem einzigen Zigarettenzug.
Der Nicotinspiegel im Blut erreicht sein Maximum 20
Minuten nach Inhalationsbeginn. Bei einer Zigarette
wird dieses Maximum in 10 Minuten erreicht. Verwenden
Sie mindesten 6 Patronen pro Tag aber nicht mehr als
12. Sie können den Dampf einatmen ohne ihn zu Schlucken
oder ihn in die Lungen inhalieren, dies hat keine Auswirkung
auf die inhalierte Menge. Das Nicotin wird vor allem
durch die Mundschleimhaut aufgenommen.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Der Inhalator
ist in Apotheken auf ärztliche Verordnung erhältlich.
Nebenwirkungen:
Der Inhalator verursacht keine ernsthaften Nebenwirkungen.
Seltene Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Erbrechen,
Magenbrennen, Irritation der Mundschleimhaut und des
Rachens sowie ein leichter Husten.
Wichtig:
Brechen sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Nasenspray
Allgemein:
Der Nasenspray wirkt sehr rasch und behebt sofort
die Entzugserscheinungen. Er empfiehlt sich besonders
bei den sehr abhängigen Rauchern.
Vorstellung:
Er benötigt eine ärztliche Verordnung. Es
handelt sich um einen 10ml Dosierspray, welcher 100
mg Nicotin enthält.
Gebrauchsanleitung:
Am Anfang sollte der Spray ein- bis zweimal pro Stunde
eingesetzt werden, Maximum 3-mal. Eine Anwendung entspricht
1 mg Nicotin. Das Nicotin wird in jedes Nasenloch gesprüht.
Behandlungsdauer:
zwischen 8 Wochen und Maximum 3 Monaten. Das Nasenspray
ist in Apotheken auf ärztliche Verordnung erhältlich.
Nebenwirkungen:
Die Nebenwirkungen erscheinen meistens während
den ersten Wochen nach Behandlungsbeginn und sind auf
lokale Körperteile eingeschränkt: Irritationen
der Nasenschleimhaut, Schnupfen und Niesen. Man beobachtet
gelegentlich auch Schwindel, Erbrechen Übelkeit
und Herzklopfen.
Wichtig:
Brechen sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, Sie würden
dadurch Ihre Erfolgschancen stark einschränken.
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Pro und Contra?
| "Für
den Rauchstopp brauche ich keine Nicotinersatzprodukte,
mein Wille genügt" |
Die Nicotinersatzprodukte
verdoppeln Ihre Erfolgschancen. Eine starke Motivation
ist ein Plus für den Erfolg. Doch der Wille allein
genügt nicht. Um gegen die Abhängigkeit und
die Entzugserscheinungen ankämpfen zu können
brauchen Sie eine Unterstützung. Ihr Stolz kann
Sie einen Rückfall kosten. |
| "Das funktioniert
nicht" |
Viele wissenschaftliche Studien
haben die Wirkung dieser Produkte nachgewiesen. Dennoch
die Verwendung dieser Produkte erspart Ihnen nicht sich
mit Ihren alten Gewohnheiten auseinanderzusetzen. |
| "Ich bin nicht
vom Nicotin abhängig" |
Diese Produkte steigern Ihre
Erfolgschancen auch wenn Sie nur 10-15 Zigaretten pro
Tag geraucht haben. |
| "Ich bin gegen
die Verwendung eines Medikamentes um mit dem Rauchen
aufzuhören" |
Sie brauchen sich auf keinen
Fall zu schämen weil Sie ein Medikament verwenden.
Sie setzen es ein um sich vom Nicotinrauch zu befreien,
einer Droge die eine starke körperliche Abhängigkeit
auslöst. |
| "Diese Produkte
sind zu teuer" |
Es stimmt, dass diese Produkte
teuer sind (das Pflaster kostet Sfr.180.- / Monat) und
zudem werden sie von den Krankenkassen nicht zurückbezahlt.
Im Vergleich zu dem was Sie im Jahr für Ihre Zigaretten
ausgegeben haben, ist dies jedoch sehr wenig. |
| "Ich habe Angst
vor den Nebenwirkungen dieser Produkte" |
Diese Produkte haben sehr
wenig Nebenwirkungen und wenn, dann sind sie banal (siehe
weiter oben). Das Pflaster, der Nasenspray, die Microtabs,
die Lutschtabletten und der Kaugummi gefährden
die Gesundheit nicht. Insbesonders die Risiken in Verbindung
mit Kreislaufstörungen sind nicht erhöht,
auch nicht bei Herzpatienten. |
| "Mein Problem ist
nicht die körperliche Abhängigkeit, aber meine
alten Gewohnheiten los zu werden" |
Nachdem Sie die körperliche
Abhängigkeit durch die Nicotinersatzprodukte unter
Kontrolle gebracht haben, könne Sie sich um so
besser auf die Änderung Ihrer früheren Rauchgewohnheiten
(sozialer Aspekt und Verhalten) widmen. |
| "Es besteht ein
zu großes Risiko abhängig zu werden" |
Die Abhängigkeit hängt
von der Geschwindigkeit ab mit der das Nicotin in das
Blut und danach ins Gehirn gelangt. Diese Geschwindigkeit
ist bei der Zigarette am höchsten. Es gibt zum
Beispiel keine Abhängigkeit beim Pflaster. 80%
der regelmäßigen Raucher sind vom Tabak abhängig. |
FAQ (Antworten von Dr. J.-P- Humair)
| "Ich
habe schon einen Rauchstoppversuch mit dem Pflaster
gemacht, jedoch ohne Erfolg: die Entzugserscheinungen
waren zu heftig. Kann man das Pflaster mit anderen Nicotinersatzprodukten
kombinieren (Kaugummi, Inhalator)???" |
Ja, es ist
möglich und sogar oft wirkungsvoller das Pflaster
mit einem anderen Nicotinersatzprodukt (Kaugummi, Tablette,
Inhalator, Nasenspray) zu kombinieren. Der Nasenspray
wird bei dringendem Rauchverlangen verwendet. Er ist
sogar bei starken Rauchern (>30-40 Zig/Tag) und bei
Rauchern bei denen ein einziges Nicotinersatzprodukt
nicht genügt, empfohlen. |
| "Ich habe versucht
mit einem 21mg Pflaster und Nicotinkaugummis das Rauchen
einzustellen, aber ich habe es nicht geschafft: der
Entzug war noch immer da. Ich rauche mehr als 35 Zigaretten
ohne Filter pro Tag. Kann ich zwei 21mg Pflaster gleichzeitig
verwenden?" |
Das Problem mit den
Pflaster ist, dass es erst nach 2-3 Tagen seine volle
Wirkungskraft entfaltet. In Ihrem Fall ist eine Kombination
von einem 21 mg Pflaster mit einem 4 mg Kaugummi (oder
einem Nasenspray) den Sie zu Beginn sehr regelmäßig
verwenden, das heisst jede 30-60 Minuten, empfehlenswert.
Im Allgemeinen, wenn die Entzugserscheinungen trotz
Behandlung noch zu heftig ausfallen, muss man die
Nicotindosierung mit einem schnell wirkenden Produkt
erhöhen. |
| "Kann man das Pflaster
zusammen mit dem Bupropion verwenden. Nach mehreren
Versuchen möchte ich wissen ob man seine Erfolgschancen
mit der Kombination dieser beiden Produkte erhöht?" |
Es ist durchaus möglich
das Bupropion (Zyban) mit dem Pflaster oder einem anderen
Nicotinersatzprodukt zu kombinieren. Bisher gibt es
nur zwei Studien zur Kombination des Bupropion (Zyban)
und des Nicotinpflasters. Eine Studie hat gezeigt, dass
die Kombination der beiden leicht wirkungsvoller ausfällt
als nur die Einnahme des Bupropion. Die andere Studie
hat hingegen keinen Unterschied festgestellt. Viele
Ärzte verordnen eine solche Kombination bei Rückfällen. |
| "Ich habe
mit dem Pflaster aufgehört zu Rauchen. Später
habe ich das Pflaster durch 2mg Nicotinkaugummis ersetzt
(6 pro Tag im Schnitt). Ich verwende jetzt schon seit
8 Monaten Nicotinersatzprodukte! Setze ich dadurch meine
Gesundheit aufs Spiel?" |
Nein, Nicotin ist nicht
gefährlich für die Gesundheit. Das Nicotin
ist nicht die Ursache für die vielen Tabakkrankheiten.
Zudem sind die Dosierungen der Nicotinersatzprodukte
geringer als die der Zigaretten. Hingegen macht Nicotin
abhängig und Sie sind sehr wahrscheinlich abhängig
von den Kaugummis. Dies ist immerhin besser als eine
Tabakabhängigkeit. Versuchen Sie jedoch Ihre Stückzahl
die Sie pro Tag einnehmen, jede Woche um 1 zu reduzieren.
Analysieren Sie die Situationen in denen Sie zu einem
Kaugummi greifen und versuchen Sie die Situation anderswie
zu bewältigen. Schauen Sie sich hierzu die Tipps,
die Sie in den Broschüren dieser Webseite finden,
an. |
Erfahrungsberichte
Hier können Sie
über Benutzer von Nicotinersatzprodukten lesen.
Silagy C, Lancaster T, Stead L, Mant D, Fowler G. Nicotine
replacement therapy for smoking cessation (Cochrane Review).
In: The Cochrane Library, Issue 2, 2002.
| E. Laszlo und T.Grolimund |
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